XPULSE — Fakten und Hintergrund

Zur Veröffentlichung ab 16. September 2026, 10:00 Uhr MESZ (08:00 UTC).

Die Nachricht

Secu-Tech stellt auf der ETX in Kassel XPULSE vor: eine modulare Systemplattform für den ganzen Tankwagen. Sie ist dafür entwickelt, Messung, Sicherheitsfunktionen, Bedienung und Kommunikation in einem gemeinsamen Ablauf zusammenzuführen. Fahrer sollen die Lieferung von der Beladung bis zum Lieferschein überblicken können. Flotten sollen Funktionen schrittweise ergänzen und geeignete vorhandene Fahrzeugtechnik weiter nutzen können.

Was daran neu ist

Die Plattformarchitektur erlaubt, Funktionen als Module zusammenzustellen und später zu ergänzen. Eine Core-Unit verbindet Rechenleistung und Bedienung. Eine XPANSION-Unit nimmt bis zu zehn steckbare Module auf. Weitere Units können hinzukommen. Die Bedienlogik bleibt über die Ausbaustufen hinweg gleich.

Vorgesehen sind drei Konfigurationen: Core-Unit allein, Core-Unit mit XPANSION-Unit sowie mehrere XPANSION-Units. Vorgesehene Modulaufgaben sind Versorgung, Abgabesteuerung, Messung, digitale Ein- und Ausgänge sowie Schnittstellen. Der eichrechtlich relevante Bereich ist getrennt und versiegelbar.

Was der Fahrer sieht

Fünf beleuchtete Funktionstasten, ein entspiegeltes 10,1-Zoll-Display, Tag- und Nachtmodus sowie ein optionaler Schwenkarm. Das Bedienkonzept gliedert die Arbeit in Ladung, Planung und Abgabe. Bei Störungen soll es Ursache, Auswirkung und den nächsten sicheren Schritt vermitteln. Die Bemessung der Tasten orientiert sich für schwere Handschuhe an MIL-STD-1472.

Wie das die Umwelt schützen soll

An einer Übergabestelle können Fehler zu falscher Befüllung, Vermischung oder Produktaustritt führen. Der geführte Ablauf und die schrittweise Integration von Schutzfunktionen setzen bei diesen Fehlerquellen an. Für XPULSE sind derzeit keine gemessenen Unfall- oder Spill-Reduktionswerte veröffentlicht.

Wie groß die Umweltfolgen solcher Stoffaustritte sein können, zeigt die deutsche Unfallstatistik: Destatis erfasste 2025 insgesamt 1.461 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen. Rund 5,9 Millionen Liter traten aus. Etwa 2,4 Millionen Liter konnten nicht zurückgewonnen werden. Die Zahlen umfassen Unfälle beim Umgang mit und bei der Beförderung wassergefährdender Stoffe in Deutschland.


Funktionsfahrplan

Der Funktionsfahrplan beginnt mit der Durchflussmessung am Tankfahrzeug. Danach folgen Funkabfüllsicherung, eichgenaue Füllstandsüberwachung sowie Produktvermischungs- und Diebstahlschutz. Die Reihenfolge ist geplant und kann sich ändern. Ein Serienliefertermin wird noch nicht genannt. Vorhandene Secu-Tech-Sicherheitssysteme arbeiten unabhängig weiter. Die Integration anderer Bestandskomponenten wird technisch und regulatorisch geprüft.

XPULSE wird zunächst als Tankwagenlösung eingeführt. Die Umsetzung für Bunkering folgt anschließend. Weitere Flüssigkeitsanwendungen bleiben eine Ausbauperspektive.

Unternehmen und Pressegespräche

Secu-Tech ist die Marke der Security & Electronic Technologies GmbH, Hirtenberger Straße 21A, 2544 Leobersdorf, Österreich. Seit 2004 entwickelt das Unternehmen Systeme für Flüssigkeiten und Gase. Bestehende Secu-Tech-Technik ist an mehr als 5.000 Tankstellen, 500 Tankfahrzeugen und 500 Ladearmen im Einsatz. Diese Zahlen bezeichnen keine XPULSE-Installationen. Die FFG fördert die XPULSE-Entwicklung.

Christian Stranzinger ist Geschäftsführer. Ingo Gulyas ist der technische Ansprechpartner auf der ETX. Pressegespräche am ETX-Stand sind vom 17. bis 19. September möglich. Videogespräche bieten wir ab 21. September nach Vereinbarung an.

ETX Kassel: 17. bis 19. September 2026, Halle 5, Stand H5-B05. Offizieller XPULSE-Launch: 18. September ab 14:00 Uhr MESZ (12:00 UTC).

Pressekontakt:
Stephan Rauch
stephan.rauch@secu-tech.com
+43 577 577 600

Der Solutions Guide Sichere Kraftstofflogistik ist der bereits vorliegende zweisprachige Guide Deutsch/Englisch. Presseunterlagen: https://www.secu-tech.com/de/presse

XPULSE befindet sich in Entwicklung. Units und Module sind ausgelegt auf ATEX und IECEx, Zone 1, die MID-Module sind für die EU-Baumusterprüfung nach MID vorgesehen. Kennwerte, Maße und Abbildungen zeigen den aktuellen Entwicklungsstand. Kommuniziert werden ausschließlich dokumentierte Freigaben.
